Frau in Leoparden-Musselin-Bluse in Beige und Braun | Lisa’s Boutique

Stofflexikon: Stoffarten für Kleidung einfach erklärt

Typische Stoffarten für Kleidung in der Damenmode sind Baumwolle und Musselin, Leinen, Viskose und Lyocell sowie Maschenware wie Jersey und Strick, dazu Strukturstoffe wie Bouclé. Sie unterscheiden sich vor allem darin, wie sie fallen und wie sie sich auf der Haut anfühlen.

Warum fällt ein Kleid wunderbar, und das nächste sitzt ganz anders? Meistens liegt das am Stoff, weniger am Schnitt. Dieses Stofflexikon gibt einen Überblick über die Materialien, die Dir bei uns oft begegnen.

Welche Stoffe für Kleidung gibt es? Ein schneller Überblick

Der Stoff bestimmt vor allem zwei Dinge: wie ein Teil fällt und wie kühl oder warm es sich anfühlt.

Pauschale Werte zu Feuchtigkeitsaufnahme helfen dabei wenig. Die Eigenschaften hängen von Faser, Garn, Webart oder Maschenbild und Ausrüstung ab. Maßgeblich ist immer die Materialangabe beim jeweiligen Artikel.

Wenn Du weißt, wie sich Viskose von Leinen unterscheidet, wird Deine Auswahl trotzdem viel leichter. Grob kannst Du Dir das so merken:

  • Fließende Stoffe wie Viskose und Lyocell fallen weich und fließend.
  • Feste Gewebe wie Leinen zeichnen klare Linien.
  • Strukturierte Materialien wie Bouclé und grober Strick tragen etwas auf und geben Halt.

Musselin: luftig, weich und fein strukturiert

Musselin, häufig auch Double Gauze genannt, besteht meist aus zwei sehr feinen Lagen Baumwolle. Daraus entsteht diese typische, leicht gekreppte Oberfläche, die sich so angenehm weich anfühlt. Mehr zum Stoff steht im Beitrag Was ist Musselin?

Durch die offene, locker gewebte Struktur kann Luft zwischen den Lagen zirkulieren. Wie leicht sich ein einzelnes Teil anfühlt, hängt aber auch von Garn und Verarbeitung ab.

Viskose und Lyocell: wenn der Stoff fließen soll

Viskose und Lyocell werden aus Zellulose gewonnen, meist aus Holz. Beide fallen weich und fließend und fühlen sich glatt auf der Haut an.

Viskose knittert schnell. Lyocell wird in einem anderen Verfahren hergestellt und knittert in der Regel weniger als Viskose.

Fließende Materialien sind auch die erste Wahl für die locker und luftig geschnittenen Hosen, die viele liebevoll Schlabberhose nennen. Sie fallen weich am Bein. Dasselbe gilt für weit schwingende Röcke und lange Kleider.

Frau in einem langen fließenden Maxikleid mit Streifen in Khaki, Terrakotta und Creme und gesmoktem Oberteil | Lisa’s Boutique

Strick, Jersey und Bouclé: weiche Begleiter für kühle Tage

Jersey ist keine Faser, sondern eine Maschenware. Durch die Struktur ist er elastisch, bequem und knittert kaum. Für Reisen und lange Tage ist er deshalb sehr praktisch.

Beim Strick entscheidet die Maschenweite über die Wirkung. Feiner Strick liegt körpernah an. Grobe Maschen wirken kuschelig und kommen gut zur Geltung, wenn Du sie mit schmaleren Unterteilen kombinierst.

Bouclé beschreibt die noppige Garnstruktur, nicht die Faser. Die Oberfläche schließt Luft ein und wärmt dadurch gut. Für strukturierte Jacken, Strickjacken und Röcke im Herbst eignet sich das gut. Mehr dazu erklärt der Beitrag Was ist Bouclé?

Mehr zu Schnitt und Layering findest Du unter Strick stylen und Layering.

Frau in einem dunkelbraunen Strickset aus Pullover mit Stehkragen und ausgestelltem Rock, dazu ein cremefarbener Gürtel | Lisa’s Boutique

Leinen, Baumwolle und Spitze: die Klassiker im Kleiderschrank

Leinen wird aus den Fasern der Flachspflanze gewonnen. Es ist ein festes Gewebe, fühlt sich kühl an und bekommt beim Tragen typische Knitterfalten, die zum Charakter des Stoffs gehören.

Baumwolle ist eine Ganzjahresfaser. Vom leichten Shirt bis zur festen Jeans findest Du sie in fast jeder Qualität, eine Auswahl gibt es bei Baumwolle für Damen.

Spitze lebt von ihrer offenen Struktur und wirkt dadurch leicht und luftig. Feine Teile findest Du in der Kategorie Spitze.

Welcher Stoff passt zu welcher Jahreszeit?

Im Sommer sind luftige Stoffe angenehm, die Luft an die Haut lassen: Musselin, Leinen und leichte Baumwolle. Sie fühlen sich kühl an und knittern zwar, bei Leinen und Musselin gehört das aber zum Look. Eine Auswahl gibt es bei der Sommermode. Weitere Ideen findest Du im Ratgeber Sommer Outfit Damen.

Für die Übergangszeit eignen sich Jersey, Viskose und feiner Strick, weil sie sich gut in Lagen tragen lassen: ein Shirt aus Jersey, darüber eine leichte Strickjacke, die Du ausziehst, wenn es wärmer wird. Weitere Ideen findest Du im Ratgeber Frühlingsoutfit Damen.

Im Winter eignen sich grober Strick und Bouclé, deren Oberfläche Luft einschließt. Dazu passen Hosen aus festerem Gewebe. Warme Teile findest Du bei der Wintermode.

Material und Schnitt

Wie ein Teil sitzt, hängt auch vom Material ab. Jersey, gesmokte Einsätze und weiche Strickqualitäten geben nach und passen sich an. Feste Gewebe wie Leinen dehnen sich kaum, dort entscheidet der Schnitt. Wie Du Maße und Material vor dem Bestellen vergleichst, zeigt der Ratgeber zu One Size und Maßen.

Tipp: Kombiniere Volumen mit Ruhe. Ein weites Musselinkleid wirkt ausgewogen mit flachen Sandalen, eine strukturierte Bouclé Jacke passt gut zu einem fließenden Rock.

Passend dazu im Shop: Musselin Mode für Damen und Bouclé Jacken für Damen.

Häufige Fragen

Welche Stoffarten gibt es bei Kleidung?

In der Damenmode begegnen Dir vor allem Baumwolle und Musselin, Leinen, Viskose und Lyocell, Maschenware wie Jersey und Strick sowie Strukturstoffe wie Bouclé und Spitze. Welche Faser in einem Teil steckt, steht in der Materialangabe beim jeweiligen Artikel.

Welcher Stoff passt an heißen Sommertagen?

Luftige, offen gewebte Stoffe wie Musselin, Leinen oder leichte Baumwolle. Wie sich ein Teil anfühlt, hängt zusätzlich von Webart und Schnitt ab.

Was ist der Unterschied zwischen Viskose und Lyocell?

Beide werden aus Zellulose gewonnen und fallen weich und fließend. Lyocell wird in einem anderen Verfahren hergestellt und knittert in der Regel weniger als Viskose.

Welches Material knittert unterwegs kaum?

Am wenigsten knittern Jersey und Lyocell. Jersey federt Falten durch seine Maschenstruktur ab, Lyocell knittert deutlich weniger als Viskose. Auch Bouclé ist unkompliziert, weil Falten in der noppigen Oberfläche kaum sichtbar sind.

Welche Stoffe eignen sich für den Winter?

Grober Strick und Bouclé, weil ihre Oberfläche Luft einschließt, dazu festere Gewebe für Hosen und Jacken. Welche Faser ein Teil enthält, steht in der Materialangabe beim jeweiligen Artikel.

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Welcher Stoff ist besonders angenehm auf der Haut?

Baumwolle, Musselin und Modal gelten als besonders angenehm, weil sie weich sind und Feuchtigkeit gut aufnehmen. Bei Strick fühlen sich Mischungen mit Viskose oft weicher an als reine Wolle.Baumwolle, Musselin und Modal gelten als besonders angenehm, weil sie weich sind und Feuchtigkeit gut aufnehmen. Bei Strick fühlen sich Mischungen mit Viskose oft weicher an als reine Wolle.

Welche Stoffarten sind Naturfasern, welche Chemiefasern?

Naturfasern wie Baumwolle, Leinen oder Wolle stammen aus Pflanzen oder Tieren. Chemiefasern wie Polyester werden synthetisch hergestellt. Viskose und Modal liegen dazwischen, weil sie aus Zellulose gewonnen werden.Naturfasern wie Baumwolle, Leinen oder Wolle stammen aus Pflanzen oder Tieren. Chemiefasern wie Polyester werden synthetisch hergestellt. Viskose und Modal liegen dazwischen, weil sie aus Zellulose gewonnen werden.

Welcher Stoff kratzt nicht?

Glatte Stoffe wie Baumwolle, Viskose oder Modal kratzen praktisch nie. Bei Pullovern sind weiche Garnmischungen und fein gestrickte Modelle angenehmer als grobe Wolle.Glatte Stoffe wie Baumwolle, Viskose oder Modal kratzen praktisch nie. Bei Pullovern sind weiche Garnmischungen und fein gestrickte Modelle angenehmer als grobe Wolle.


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