Bei Oversize und lockerer Passform ist die zusätzliche Weite in der Regel schon im Schnitt eingeplant. Orientiere Dich deshalb an Deinen Körpermaßen, einem gut sitzenden Lieblingsteil sowie an Material und Größenangabe auf der jeweiligen Produktseite.
Lockere Schnitte sind herrlich bequem, aber vor dem Bestellen kommt oft dieselbe Frage auf: Welche Größe passt? Genau da schauen wir jetzt gemeinsam hin. Du erfährst, wie Du Deine Maße richtig nimmst, wie viel Luft ein weites Teil überhaupt hat und wie Du ein Lieblingsteil als Vergleich nutzt.
Oversize: Welche Größe passt zu lockeren Schnitten?
Bei figurnaher Mode ist die Rechnung einfach: Körpermaß plus ein bisschen Bewegungsfreiheit. Lockere Mode arbeitet mit deutlich mehr Weite, und die ist bewusst so gewollt. In der Schnittkonstruktion heißt diese Zugabe Mehrweite. Übliche Werte am Brustumfang sind:
- Figurnah, ohne Stretch: etwa 4 bis 6 cm mehr als Dein Körpermaß
- Normal bequem, etwa Bluse oder Shirt: etwa 6 bis 10 cm
- Locker und relaxed geschnitten: etwa 10 bis 14 cm
- Deutlich oversized und kastig: etwa 12 bis 25 cm
Das heißt für Dich: Bei einem weiten Kleid ist die zusätzliche Weite meist bereits im Schnitt eingeplant. Auf der Produktseite stehen Material und die verfügbaren Größen; wie ein Modell fällt, zeigen die Produktbilder. Wie Du weite Schnitte in Balance bringst, zeigt Oversize richtig tragen.
Konfektionsgröße Damen: In drei Schritten zu Deinen Maßen
Du brauchst nur ein Maßband, dünne Unterwäsche und zwei ruhige Minuten. Miss im Stehen, mit locker hängenden Armen und ganz normaler Atmung, ohne den Bauch einzuziehen.
- Brustumfang: Maßband waagerecht um die stärkste Stelle der Brust legen, hinten parallel zum Boden. Eng anliegend.
- Taille: Die schmalste Stelle zwischen Rippenbogen und Hüftknochen, meist etwa auf Nabelhöhe. Kleiner Trick: Knick Deinen Oberkörper zur Seite ab, genau dort sitzt Deine Taille.
- Hüfte: Mit geschlossenen Beinen hinstellen und das Maßband um die breiteste Stelle von Hüfte und Po legen.
Als allgemeine Orientierung für deutsche Konfektionsgrößen gelten diese Richtwerte in cm, jeweils Brust, Taille und Hüfte:
- Größe 34: rund 78 bis 81, 64 bis 66, 88 bis 91
- Größe 36: rund 82 bis 85, 67 bis 70, 92 bis 95
- Größe 38: rund 86 bis 89, 71 bis 74, 96 bis 98
- Größe 40: rund 90 bis 93, 75 bis 78, 99 bis 101
- Größe 42: rund 94 bis 97, 79 bis 82, 102 bis 105
Zum schnellen Überschlagen hilft die alte Schneiderregel: Brustumfang geteilt durch zwei, davon 6 abziehen. Bei 92 cm ergibt das Größe 40. Einzelne Modelle können von diesen Richtwerten abweichen; auf der Produktseite stehen Material und die verfügbaren Größen.

Lockere Passform einschätzen: der Lieblingsteil-Trick
Eine verlässliche Hilfe hängt schon in Deinem Schrank. Nimm das weite Kleid oder Shirt, in dem Du Dich richtig wohl fühlst, und mach es zu Deinem Maßstab. So gehst Du vor:
- Hinlegen: Das Teil glatt und faltenfrei auf den Tisch legen, Knöpfe und Reißverschlüsse schließen.
- Brust messen: Von Achselnaht zu Achselnaht messen. Dieser Wert mal zwei ergibt den Brustumfang im fertigen Zustand.
- Taille und Hüfte: Dasselbe jeweils von Seitennaht zu Seitennaht, ebenfalls mal zwei.
Jetzt ziehst Du Dein Körpermaß ab. Ein Beispiel: Dein Lieblingsshirt misst flach 51 cm, das ergibt 102 cm Fertigmaß. Deine Brust misst 92 cm. Die Differenz von 10 cm ist Deine ganz persönliche Wohlfühlweite.
Diesen Wert kannst Du beim Anprobieren neuer Teile als Vergleich nutzen. Er sagt Dir oft mehr über Deine Passform als eine allgemeine Tabelle, gerade bei weiten Kleidern und lässigen Oberteilen.
Gürtel, Bindeband und Gummizug: Passform selbst steuern
Viele lockere Teile bringen eine Verstellmöglichkeit gleich mit.
- Bindeband an der Taille: Du entscheidest selbst, wie viel Weite Du raffst.
- Gesmokte Partien: Der elastische Teil an Ausschnitt oder Bund gibt etwas nach.
- Gummizug im Bund: Praktisch bei lockeren, luftigen Hosen.
- Ein Gürtel: Ein schneller Weg, ein weites Kleid in der Taille zu fassen.
Bei Strickkleidern und weit schwingenden Kleidern lohnt sich der Griff zum Gürtel besonders. Ein Modell, zwei Looks: einmal ganz entspannt fallend, einmal mit klarer Taille.
Bei weiten Hosen entscheidet vor allem der Bund. Weite Schnitte mit hoher Taille sind 2026 häufig zu sehen, von der Marlenehose über Palazzo bis Wide Leg. Miss hier in Ruhe Deine Taille und vergleiche sie mit einer gut sitzenden Hose aus Deinem Schrank. Weite Modelle in Denim findest Du bei den Jeans.

Jacken und Strick: Lagen bei der Größe mitdenken
Bei Jacken und Strickjacken kommt ein Punkt dazu, der in keiner Tabelle steht: Was trägst Du darunter? Eine Übergangsjacke, die über einem dünnen Shirt locker fällt, sitzt über einem dicken Pullover deutlich enger.
- Vergleichsteil wählen: Nimm eine Jacke aus Deinem Schrank, die Du gern über Strick trägst, und miss sie flach von Achselnaht zu Achselnaht.
- Ärmel beachten: Bei weiten Ärmeln bleibt über einem Pullover mehr Platz als bei schmalen.
- Offen oder geschlossen: Eine Strickjacke, die Du meist offen trägst, darf knapper ausfallen als ein Modell, das Du zuknöpfst.
Modelle findest Du bei den Übergangsjacken und Strickjacken.
One Size immer modellbezogen prüfen
One Size ist nicht genormt und kann je Modell unterschiedlich ausfallen. Prüfe deshalb die Größenangabe und das Material auf der jeweiligen Produktseite und vergleiche mit einem gut sitzenden Kleidungsstück aus Deinem Schrank. Wie One Size gemeint ist, erklärt der Ratgeber zu One Size und Passform.
Das Material redet mit
Zwei Kleider in derselben Größe können sich unterschiedlich anfühlen, weil der Stoff anders fällt, mehr dazu im Stofflexikon für Damenmode.
Ein Hinweis noch: Die Richtwerte oben sind eine allgemeine Orientierung; wie ein Modell fällt, zeigen die Produktbilder.
Passend dazu im Shop: Oversize Pullover und New In.
Häufige Fragen
Oversize: Welche Größe soll ich wählen?
Bei Oversize-Teilen ist die zusätzliche Weite meist schon im Schnitt eingeplant. Vergleiche Deine Körpermaße mit einem gut sitzenden Lieblingsteil; wie ein Modell fällt, zeigen die Produktbilder.
Welche Größe bestelle ich bei lockeren Schnitten?
Die Mehrweite steckt bei lockeren Schnitten bereits im Schnitt. Auf der Produktseite stehen Material und die verfügbaren Größen; wie ein Modell fällt, zeigen die Produktbilder.
Wie finde ich meine Konfektionsgröße als Damen?
Miss Brust, Taille und Hüfte und vergleiche die Werte mit den Richtwerten weiter oben. Als grobe Faustregel gilt: Brustumfang geteilt durch zwei, minus 6, ergibt die ungefähre deutsche Konfektionsgröße.
Ich liege zwischen zwei Größen, was mache ich dann?
Orientiere Dich an der Stelle mit dem geringsten Spielraum. Bei Oberteilen ist das die Brust, bei Hosen und Röcken meist Taille oder Hüfte. Vergleiche diese Stelle mit einem gut sitzenden Teil aus Deinem Schrank.
Was bedeutet One Size?
One Size ist nicht genormt und kann je Modell unterschiedlich ausfallen. Prüfe deshalb die Größenangabe und das Material auf der jeweiligen Produktseite und vergleiche mit einem gut sitzenden Kleidungsstück aus Deinem Schrank.
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Weitere Fragen
Was bedeutet lockere Passform bei Kleidung?
Eine lockere Passform, oft „Relaxed Fit“ genannt, hat mehr Weite an Brust, Taille und Hüfte als ein körpernaher Schnitt. Das Teil fällt locker, ohne zu groß zu wirken.
Welche Hose passt zu einem Oversize Pullover?
Schmale Hosen wie Leggings, Skinny oder Straight Jeans schaffen Balance zum weiten Oberteil. Zu weiten Hosen den Pullover vorne leicht in den Bund stecken.
Wie kombiniere ich eine Oversize Bluse?
Trage sie offen über einem Top, halb in die Hose gesteckt oder mit Gürtel über einem Kleid. Zu schmalen Hosen darf sie lang fallen, zu weiten Hosen lieber kürzer oder gesteckt.










